Was ist die Stappenmethode

07.07.2004 17:00  Von:: Jürgen Daniel

Die Stufenmethode von Rob Brunia und Cor van Wijgerden existiert seit 16 Jahren.
In den achtziger Jahren setzte Cor van Wijgerden viele Übungsblätter für die Jugend- und Damenspitze der Niederlande ein (er war damals Bundestrainer des holländischen Schachverbandes). Die Nachfrage nach derartigen Aufgaben auf einem niedrigeren Niveau wurde immer größer und bald war der Plan geboren, Material auf verschiedenen Niveaus zu entwickeln. Der erfahrene Trainer Rob Brunia war bereit, dabei zu helfen.
Indem die schachtechnische und didaktische Erfahrung der beiden Autoren gebündelt wurde (Lehrer/ Internationaler Meister und Pädagoge) wurde eine fundierte Lehrmethode entwickelt, die gut an die Entwicklung von Kindern anknüpft.

1987 wurden die ersten Handbücher und Löseblätter mit Aufgaben herausgegeben. 1990 erschien das fünfte Handbuch und damit war die Lehrmethode mehr oder weniger abgerundet.
Seitdem sind ziemlich viele Änderungen und Korrekturen durchgeführt worden. 2004 kamen neben der deutschen Übersetzung auch die englischen und französischen Sprachversionen in den Handel. Im Januar 2005 verstarb Rob Brunia viel zu früh und die Methode wird von Cor van Wijgerden alleine weitergeführt.
Zur Methode: Am Anfang nur nicht zu schnell!
Viele Leute fragen, wie schnell man vorgehen soll, und was die optimale Zeit für eine Stufe ist.
Die Antwort lautet: So lange wie möglich. Das richtige Lösen der Aufgaben und das Erhalten einer Urkunde sagt noch wenig über die Spielfähigkeit oder Spielstärke aus. Erst wenn die Schüler das Gelernte regelmäßig in ihren Partien anwenden, kann an eine folgende Stufe gedacht werden. Für Kinder, die in ihren Partien die ungedeckten Figuren ihres Gegners nicht schlagen, ist die Stufe 2 noch zu hoch gegriffen. Im Handbuch der ersten Stufe steht Folgendes: Die elementaren Grundkenntnisse zu erlernen erscheint einfach und verleitet einige Lehrer dazu, diese Stufe in drei Monaten durchzuziehen. Diese Herangehensweise ist nicht ideal. Für das Erlernen wesentlicher Techniken wie das 'Mattsetzen' ist eine viel längere Lernzeit erforderlich. So erscheint es sinnvoll, für die Bearbeitung der 'ersten Stufe' ein Jahr zu veranschlagen (von Ausnahmen abgesehen). Nur so sind die Grundkenntnisse solide zu verinnerlichen. Die hierbei 'verlorene' Zeit wird später spielend wieder aufgeholt.


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